Zuckeralternativen

22.06.2021

Stevia, Xylit, Erythrit, Birkenzucker, Honig, Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Reissirup oder Agavendicksaft. Mittlerweile findet man im Supermarkt, in der Drogerie oder dem Reformhaus unzählige Arten von Zuckeralternativen und weiß bei der Menge oft nicht mehr, was jetzt die beste Alternative ist. 

Die meisten predigen gesünder zu sein, weniger Kalorien zu haben oder den Blutzuckerspiegel nicht so in die Höhe schießen zu lassen. Aber ist das wirklich so? Und welche Alternative eignet sich für was am besten?

 

Zuckeralternativen Check:

  • Kokosblütenzucker: Schmeckt leicht nach Karamell, hat ähnlich viele Kalorien wie herkömmlicher Haushaltszucker, aber einen geringeren glykämischen Wert. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel weniger ansteigt. Zusätzlich hat der, aus der Kokospalme gewonnene Zucker, Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen und Zink. Davon hat man aber nur was, wenn man Kokosblütenzucker in sehr großen Mengen zu sich nimmt. Er lässt sich problemlos beim Backen einsetzen, hat aber eine geringere Süßkraft. 
  • Stevia: Hat eine sehr, sehr hohe Süßkraft, aber einen bitteren Nachgeschmack, der nicht jedem schmeckt. Stevia kann nicht verstoffwechselt werden und ist daher kalorienfrei. Zusätzlich wirkt Stevia Insulinunabhängig und ist gut für Diabetiker geeignet. Aufgrund der geringen Menge, die zum Süßen benötigt wird, eignet sich Stevia nicht gut zu Backen. Außerdem ist Stevia ein hoch verarbeitetes Industrieprodukt, dass nur wenig mit natürlicher Süße gemein hat. 
  • Agavendicksaft: Wird aus einer Kakteenart gewonnen und hat, ähnlich wie der Kokosblütenzucker, einen niedrigen glykämischen Wert. Jedoch hat Agavendicksaft einen sehr hohen Fructoseanteil, den einige Menschen nicht gut vertragen. Agavendicksaft oder auch Agavensirup als dickflüssiges Süßmittel eignet sich eher zum Süßen von Getränken, aber nicht zum Backen. Bei einer veganen Ernährung ist dieses Süßungsmittel sehr beliebt. 
  • Reissirup: Kommt aus der asiatischen Küche und ist aufgrund des geringen Eigengeschmackes und des geringen Fructoseanteils beliebt. Zusätzlich ist Reissirup glutenfrei. Dieses Süßungsmittel eignet sich ebenfalls wie der Agavendicksaft eher zum Süßen von Flüssigkeiten. 
  • Erythrit: Ist ein Zuckeraustauschstoff und kalorienfrei, hat aber eine etwas geringere Süßkraft im Vergleich zu normalem Haushaltszucker. Erythrit kommt in natürlich Form in sehr reifen Früchten oder Wein vor. Hergestellt wird Erythrit bspw. aus heimischem Mais. Es gilt zu beachten, dass Erythrit in großen Mengen zu Unverträglichkeiten wie Durchfall führen kann. 

Unser Fazit: Tatsächlich ist es schwer ein gutes Fazit zu ziehen. Die meisten Alternativen haben Vor- und Nachteile. Zum Backen eignet sich unserer Meinung nach am besten Kokosblütenzucker oder Erythrit, die eine ähnliche Konsistenz haben, wie herkömmlicher Zucker. Zum Süßen von Getränken wie Kaffee oder Tee würden wir Reissirup wählen. Obwohl hier auf die Menge geachtet werden sollte.